Im Frühjahr 1962 gründeten die Tischtennissportler Siegfried Bode, Hans-Dieter Bruns, Hans-Joachim Fietz und Herbert Nolte die jetzige TT-Abteilung des SV Menne. Gleichzeitig wurde diese Abteilung an den WTTV e.V. angeschlossen.

 

Von dem Erlös einer Haussammlung wurde die erste Tischtennisplatte angeschafft, welche nach Genehmigung des Bürgermeisters Josef Dierkes in einer leerstehenden Klasse der „Alten Schule“ in Menne aufgestellt werden durfte. Nach Rücksprache mit dem damaligen 1. Vorsitzenden des Fußball-Clubs Menne, Robert Peine, einigte sich die neu gegründete Abteilung mit ihm dahingehend, dass der Tischtennissport als Unterabteilung des FC Menne betrieben werden sollte.

 

Der aktive Spielbetrieb wurde sofort aufgenommen und die Abteilung startete mit einer Herrenmannschaft in der 1. Kreisklasse Warburg, welche sich aus den vier Gründungsmitgliedern zusammensetzte.

 

Aller Anfang ist schwer, so waren auch die ersten Jahre wohl die schwersten, denn man musste zweieinhalb Jahre auf den 1. Sieg warten. In dieser Zeit hatte die Abteilung aber bewiesen, dass sie ihren Sport ernst zu nehmen wusste, und getragen auf den Wogen bester Kameradschaft hat man Woche für Woche auf

den ersten Sieg gewartet, ohne nur einmal daran zu denken, den Kopf in den Sand zu stecken.

 

1963 hatten sich in Menne zu dem neuen Sport schon so viele Akteure gefunden, dass eine 2. Herrenmannschaft gegründet wurde.

 

Nach drei Jahren Spielzeit zeigte es sich immer mehr, dass das Spiellokal „Alte Schule“ nicht mehr den gestellten Ansprüchen entsprach und so stellte die Abteilung den Antrag, das Spiellokal in den Turnraum der Volksschule verlegen zu dürfen.

 

Nachdem wiederum Herr Bürgermeister Dierkes und Herr Hauptlehrer Arens ihrem Antrag stattgaben, konnte im Herbst 1965 der Umzug in die Volksschule vorgenommen werden. Konnte man auch hier nur eine Platte aufstellen, so waren doch die Räumlichkeiten deutlich besser, was sich auch bald positiv auf den Spielbetrieb auswirkte.

 

Im Jahre 1965 wurde zu den zwei Herrenmannschaften noch eine Jugendmannschaft gegründet, welche mit den Spielern Herbert Greinest, Peter Greinest, Wolfgang Hausmann und Wilfried Nolte auf Anhieb den 2. Tabellenplatz in der 1. Kreisklasse errang. Die Herrenmannschaft hatte die schweren Anfangsspiele überstanden und hatte sich nun zu einem Team geformt, welches drei Jahre lang die dominierende Stellung im Kreis Warburg einnahm.

 

In dieser Zeit errang die 1. Mannschaft der Tischtennisabteilung des FC Menne folgende Ergebnisse:

 

Kreispokalmeister 1966, 1967, 1968

Vize-Kreismeister 1966

Kreismeister 1967, 1968

 

Diese Erfolge wurden von den Spielern H.-D. Bruns, S. Bode, H. Nolte, W. Hausmann, H.-J. Fietz und W. Nolte errungen.

Bei Gründung der Kreisliga Höxter-Warburg im Spieljahr 1968/69wurde die TT-Abteilung des FC Menne aufgenommen und erreichte in dieser Klasse den 3. Tabellenplatz. Zu bemerken sei aus dieser Zeit noch, dass die 1. Herrenmannschaft im, von allen Gastmannschaften gefürchteten „Keller“, dreieinhalb Jahre ungeschlagen blieb.

 

Im Jahre 1969 war die neue Gemeindehalle zu Menne fertig gestellt. Nachdem der

Gemeinderat die Zusage erteilte, wechselte die TT-Abteilung des zwischenzeitlich zum ESV gewordenen Vereins, zum 3. Male das Spiellokal. Mit diesem Wechsel war das Startzeichen gegeben, aus einem mittleren Verein einen Großverein aufzubauen. Hervorragende Trainingsmöglichkeiten an sechs Tischen waren die Voraussetzung dafür, dass alle begeisterten Tischtennissportler ein ordnungsgemäßes Training aufnehmen konnten. Das Resultat hieraus: die Abteilung wurde von drei auf sechs Mannschaften erweitert.

 

Als Novum im Jahr 1969 muss noch vermerkt werden, dass die TTA des ESV Menne die ersten Schritte im organisierten Damensport unternahm.

Gute Trainingsmöglichkeiten und Kameradschaft ermunterten bald die weibliche Jugend in Menne, Lust und Liebe zum Sport „mit dem kleinen weißen Ball“ zu entwickeln. Nach einem Vierteljahr Trainingszeit hatten sich vier Mädel gefunden, die bereit waren, das 1. Damenspiel gegen eine Mannschaft aus Daseburg durchzuführen.

 

Nachdem die Mädel Annette Dierkes, Christel Dierkes, Elisabeth Lütkemeyer und Marilies Nolte dieses Spiel nur knapp mit 9:6 verloren, fanden sie den Mut, in der bestehenden Damenkreisklasse Warburg, die 2. Halbserie außer Konkurrenz mitzuspielen. Dieses war das Startzeichen für eine Mädelmannschaft, die bald über die Grenzen des Kreises Warburg hinaus hervorragende Leistungen erreichen sollte.

 

Die fünf weiteren Mannschaften des ESV Menne konnten in diesem Jahr keine wesentlichen Erfolge erringen, da man sich zum einen mit der neuen Umgebung anfreunden, zum anderen mit dem Problem einer plötzlichen Aufwärtsentwicklung fertig werden musste.